Sichere Weihnachten

In der Vorweihnachtszeit greifen wir gern zu Kerzen. Sie schaffen eine besinnliche Stimmung im Wohnzimmer, sodass der Weihnachtsstollen gleich viel besser schmeckt. Leider passiert es immer wieder, dass die Kerzen im Adventskranz einen Brand auslösen. Tannenzweige oder die Tischdecke fängt schnell Feuer und das kann sich schnell verbreiten. Deshalb hat der Spiegel online einen Artikel veröffentlicht, mit nützlichen Tipps und Tricks wie der Dezember besinnlich gefeiert werden kann. Am wichtigsten stuft der Spiegel eine stabile Halterung für Kerzen im Adventskranz ein. Adventskränze kommen in allen Formen und Farben. Die Halterung ist besonders wichtig bei hohen Kerzen in den Leuchtern. Achten Sie darauf, dass die Kerzen besonders tief im Halter stecken. Das Risiko, das die Kerze umfällt, ist somit gemindert. „Das A und O ist deshalb die stabile Haltung“, meint Carsten-Michael Pix vom Deutschen Feuerwehrverband. Er hat schon viele Eigenkreationen zu Gesicht bekommen. Einen Bierdeckel mit durch gebohrten Nagel als Kerzenleuchter findet er zwar originell, aber sicher ist diese Konstruktion ganz und gar nicht. Neben der Halterung der Kerzen ist es auch wichtig, dass der Adventskranz oder das Gesteck auf einer feuerfesten Unterlage steht. Er sollte nicht direkt auf dem Tisch stehen.

 

Adventskränze mit Tannenzweige und auch Weihnachtsbäume stellen eine Gefahr da, da das Grün bereits nach wenigen Tagen austrocknet. Trockene Zweige sind leicht entzündbar. „Die Zweige dürfen nicht so nah an die Kerze“, warnt der Feuerwehrverband. Sind die Kerzen nach einigen Stunden gemütlichen Beisammenseins heruntergebrannte, sollten sie direkt ausgetauscht werden. Im Fachhandel gibt es Sprays, die das Tannengrün feuerfester machen sollen. Von diesen rät Pix generell ab. Experten raten deshalb die Gestecke oder den Weihnachtsbaum nicht zu früh zu kaufen.

 

Zudem sollten Sie einen guten Platz für den Adventskranz und für Kerzen finden. Die Fensterbank und direkt unter der Gardine ist für offenes Feuer weniger geeignet. „Ein bis eineinhalb Meter Abstand sollten es schon sein“, sagt Pix.

 

Auch davon Teelichter ins Regal zu stellen, rät Pix ab, vor allem wenn das nächste Brett nur einige wenige Zentimeter über der Kerze hängt.

 

Des Weiteren rät Pix Lichter außerhalb der Reichweite von Kindern aufzustellen. Und auf den Windzug zu achten. Einen Eimer gefüllt mit Wasser oder einen Minifeuerlöscher parat zu haben, sorgt für zusätzliche Sicherheit zur Weihnachtszeit. „Wenn sich ein Brand entwickelt, hat man am Anfang immer eine kurze Phase, in der man als Laie noch etwas machen kann“, beschreibt Pix. Hilft auch das Wasser nichts, sollte sofort die Feuerwehr gerufen werden, „ehe man sich unnötig in Gefahr bringt.“

 

Der Weihnachtsbaum gehört zur Weihnachtszeit wie das Plätzchen backen und Lieder singen. Werden echte statt elektronische Kerzen verwendet, sollte man jedoch auch einige Dinge beachten. So sollte der Baum stets einen sicheren Stand haben. Ohne Baumständer geht es nicht. Um den richtigen Aufstellort für den Baum zu finden, sollten Sie sichergehen, dass im jeden Fall die Fluchtwege frei sind. Also den Baum nicht unmittelbar neben Türen platzieren.

 

Beim Anbringen von Wachskerzen am Baum, beachten Sie, dass Sie diese mit ausreichend Abstand zu den Zweigen anbringen. Somit verhindern Sie, dass diese Feuer fangen. Auch hier sollten sie auf eine gute und stabile Halterung achten, die aus feuerfestem Material ist. Beim Anzünden der Kerzen gibt es einiges zu beachten. So sollten die Kerzen stets von oben nach unten angezündet werden. Zum Ausmachen ist allerdings die umgekehrte Reihenfolge angebracht.

 

Was wäre der Weihnachtsbaum ohne Dekoration? Achten Sie darauf, dass die Kerzen mit ausreichend Sicherheitsabstand zu leicht brennbaren Materialien wie Dekorationen, Vorhängen und Gardinen angebracht werden.

 

Die Experten raten generell zu elektrischen Lichterketten mit TÜV-, VDE- und GS-Prüfzeichen zu greifen. Der Großteil der Deutschen (70 %) benutzt diese bereits. Denn so kann der Baum länger leuchten und vor allem unbeaufsichtigt.

 

Feuerschäden häufen sich jedes Jahr um die Weihnachtszeit, gibt die Deutsche Versicherungswirtschaft (GDV) an. Im letzten Jahr wurden im Dezember 36 Prozent mehr Schäden verbucht als in den übrigen Wintermonaten. Eine Hausratversicherung übernimmt im Normalfall Schäden an Einrichtungsgegenständen, die durch Feuer oder Löschwasser entstanden sind. Zudem werden meist Aufräum-, Reinigungs- und Löschkosten ersetzt. Allerdings erlischt der Versicherungsschutz, wenn die Schäden durch einen grob fahrlässigen Umgang entstanden sind, z. B. wenn brennende Kerzen längere Zeit unbeaufsichtigt sind. Spielen mit dem Feuer durch Kinder ist im Normalfall durch eine Privathaftpflichtversicherung gedeckt. Damit die Versicherung gar nicht erst in Anspruch genommen werden muss, sollten Streichhölzer und Feuerzeuge – trotz des häufigen Gebrauchs – an einem für Kinder unzugänglichen Platz aufbewahrt werden.

 

Quelle: stern.de